Muschelabwässer in Wert verwandeln: Die neuesten IMPRESS-Einsichten

Fischverarbeitungsbetriebe erzeugen eine Vielzahl von Abwasserströmen, und nicht alle sind gleich. A neue Überprüfung der Abwässer aus der Muschelverarbeitung durchgeführt von Universität College Cork betrachtet diese Ströme durch eine einfache Linse: Sind sie eine Belastung, die wir behandeln müssen, oder eine Ressource, die wir zurückgewinnen können? Durch die Kartierung der Muscheln, Austern, Krebse und anderer Schalentiere, die aus der Leitung kommen, bietet das Papier den Betreibern einen praktischen Rahmen, um zu entscheiden, was getrennt werden soll, was überwacht werden soll und wo versteckte Werte liegen könnten.

Die Autoren kategorisieren die wichtigsten Teilströme entlang einer typischen Verarbeitungslinie, darunter:

  • Frühspülwasser
  • Heiße Koch- und Kühlflüssigkeiten
  • Salzlaken aus der Entpökelung oder der Schälung
  • Abwaschungen am Ende der Schicht

Für jeden Datenstrom erstellen sie Schlüsselkennzahlen wie organische Belastung (BSB, CSB), Schwebstoffe, Proteine und Lipide, Nährstoffe (Gesamtstickstoff, Ammoniumstickstoff, Gesamtphosphor), Salzgehalt, Leitfähigkeit, Öle und Fette und pH-Wert.

Das Wichtigste zum Mitnehmen: Heterogenität ist hoch. Die Zusammensetzung ist je nach Art und Prozessschritt sehr unterschiedlich, so dass die Vermischung aller Abwässer zu einem einzigen Abwasser die Behandlung oft erschwert und Möglichkeiten zur Wiederverwendung oder Valorisierung ausschließt.

Aus der Überprüfung ergeben sich zwei wichtige Erkenntnisse:

  1. Hochprozentige Koch- und Einmachflüssigkeiten enthalten die höchsten Konzentrationen an organischen Stoffen und Nährstoffen, was sie zu erstklassigen Kandidaten für Energierückgewinnung (z. B. anaerobe Vergärung) oder Produktrückgewinnung (z. B. Proteine und Peptide).
  2. Der Salzgehalt kann über den Erfolg oder Misserfolg einer Behandlungsanlage entscheiden. Salz kann herkömmliche biologische Behandlungen behindern, aber es ermöglicht auch salztolerante Prozesse und selektive Trennungen. Die Kenntnis des Chloridgehalts ist entscheidend, bevor man eine Pauschallösung anwendet.

In der Überprüfung wird ein strukturierter Ansatz vorgeschlagen:

  • Beginnen Sie mit Quellensegregation in der Fabrikhalle
  • Verwenden Sie instrumentelle Überwachung der prädiktiven Parameter
  • Ordnen Sie jeden Stream einem die am besten geeignete Behandlungs- oder Erholungsoption

Durch Verfahren wie Koagulation, Flotation, Membranen und anaerobe Vergärung können Feststoffe und Öle entfernt oder Energie und Nährstoffe zurückgewonnen werden. Gezielte Rückgewinnung kann Schalen- und Laugenbestandteile umwandeln in Biopolymere oder Ausgangsstoffe. Saisonabhängigkeit und Produktmix-Nachfrage anlagenspezifische QA und QC um einheitliche Ergebnisse zu gewährleisten.

  • Starke Ströme getrennt halten
  • Spur CSB, Chlorid und wichtige Nährstoffe in Realzeit
  • Erprobung vielversprechender Verwertungswege anstelle einer End-of-Pipe-Behandlung

Für Forscher und Regulierungsbehörden würde eine harmonisierte Probenahme und Berichterstattung standortübergreifende Vergleiche und eine schnellere Ausweitung ermöglichen. Abwasser kann eine Kostenstelle oder eine Produktpipeline sein; der Unterschied liegt in den Daten, der Abgrenzung und der Absicht.


Der Artikel wurde verfasst von Christopher Kennard (reframe.food), Leiter der Projektkommunikation.

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