Um die Praktiken der Industrie mit den Erwartungen der Verbraucher in Einklang zu bringen, ist es wichtig, die Anforderungen des Marktes zu verstehen. IMPRESS versucht, nachhaltige Alternativen für Arten mit hohem Trophiegehalt in Fischereierzeugnissen zu finden. Durch die Konzentration auf trophiearme Fische und pflanzliche Ersatzstoffe, zielt das Projekt auf die Entwicklung von Produkten ab, die Verbraucherpräferenzen, Nährwertvorteile, und Umweltverträglichkeit.
Überraschende Verbraucherpräferenzen
Um tiefere Einblicke in die Verbraucherpräferenzen zu erhalten, hat IMPRESS Partner MIR-PIB leitete eine CAWI (Computergestütztes Web-Interviewing) Umfrage zu diesem Thema. Die Umfrage lieferte Erkenntnisse aus sechs europäische Länder und notierte mehr als 1.000 Antworten. Eine überraschende Erkenntnis war die starkes Interesse an pflanzlichen Produkten die dennoch wichtige Nährstoffe liefern wie Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, die typischerweise in Fisch enthalten sind. Dies unterstreicht die wachsende Nachfrage der Verbraucher nach den gesundheitlichen Vorteilen von Fisch, aber aus nachhaltigeren, pflanzlichen Quellen. Darüber hinaus hat sich die Gesundheit als ein Hauptanliegen der Verbraucher herauskristallisiert, was den Bedarf an nahrhaften Alternativen zu Fisch und Meeresfrüchten verstärkt, die mit den sich entwickelnden Ernährungstrends übereinstimmen.
Niedertrophische Arten als nachhaltige Alternativen
Hochtrophe Arten wie Lachs und Forelle sind wegen ihrer großen Filets und ihres hohen Fleischertrags beliebt. Diese Arten sind jedoch Raubfische und stehen auf den oberen Stufen der Nahrungskette, was ihre Populationen anfälliger für Überfischung und Umweltveränderungen macht. IMPRESS hat diese Herausforderung erkannt und erforscht die Verwendung von weniger populären, aber nachhaltigeren Arten mit niedrigem Trophiegrad, wie z. B. Karpfen. Diese Arten ernähren sich zusammen mit Wasserpflanzen wie Wasserlinsen und Algen von pflanzlichem Material oder Plankton, was sie zu einer umweltfreundlicheren Wahl macht. Der anhaltende Rückgang der Weißfischbestände, wie z. B. des Ostseedorschs, unterstreicht die Dringlichkeit, zuverlässige Alternativen zu finden.
Herausforderungen und Chancen
Die Einführung von weniger bekannten Fischarten und pflanzlichen Alternativen zu Meeresfrüchten stellt eine große Herausforderung dar. In Polen zum Beispiel haben pflanzliche Fischimitate einen bescheidenen Marktanteil von etwa 5%. Allerdings, Adam Mytlewski, Abteilungsleiter an der Nationales Forschungsinstitut für Meeresfischerei (MIR-PIB) und Gast unseres kommenden Podcasts sieht darin eine vielversprechende Wachstumschance, zumal das Bewusstsein der Verbraucher für Nachhaltigkeit und gesundheitsbewusste Entscheidungen weiter zunimmt.

Wenn Sie mehr über das IMPRESS-Projekt und seine Auswirkungen erfahren möchten, bleiben Sie auf unsere nächste Podcast-Folge (im 2. Quartal 2025) vorbereitet, in der wir das Thema vertiefen.
Der Artikel wurde verfasst von reframe.food.
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